Raffaela Kreiser

Schon in der frühen Kindheit haben mich Pferde immer interessiert und fasziniert.

Mit dem Pferdevirus infiziert hat mich wohl Heiner Nickles damals in Urspring. Als ich ein kleines Mädchen war, durfte ich immer mit zu seinen Haflingern.

Die Pferdekarriere war bei mir recht klassisch: ich war jahrelang in einem Reitverein, hatte ein Pflegepferd und mit 16 Jahren kaufte ich mir meinen Garry, den ich weitere 14 Jahre an meiner Seite hatte. Er begleitete mich nun durch dick und dünn. Garry wohnte lange bei Freunden auf einem Bauernhof in Ehingen Berg.
Auf die Zeit im Verein blicke ich mit gemischten Gefühlen zurück: natürlich gab es Freundschaften und die große Liebe zu den Tieren, aber der Druck, den Anforderungen gerecht zu werden, oder das Lieblingspferd nicht reiten zu dürfen, war oft mit Bauchschmerzen verbunden.
Seit dem Tag mit dem eigenen Pferd, ohne Verein, war es nur noch Hobby, Freiheit und Freude.

 

Während meinem Sozialmanagement-Studium 2006 wuchs der Wunsch nach tiergestützter Arbeit und ich stoß auf die Ausbildung zur Reitpädagogin. Leider hatte ich nie ein Reitabzeichen gemacht, also meldete ich mich erneut in einem Verein an und absolvierte es schließlich ein Jahr später.

 

2008 begann ich meine Weiterbildung zur Reitpädagogin und beendete diese 2009. Ein paar Wochen später gründete ich „Reiten beim Schlossberg“ mit meinen Pferden Garry und Robin in einem Stall in Schelklingen.
Meinen Hauptberuf übte ich schon zur Studienzeit dual im St. Konradihaus auf einer Mädchenwohngruppe aus. Ich arbeitete dort auch nach dem Studium bis 2012 und wechselte dann an die Urspringschule, wo ich früher selbst Schülerin war. Dort arbeite ich bis heute in Teilzeit im pädagogischen Fachdienst.

 

Der kleine Reiterhof wuchs und wuchs. 2014 zogen wir mit vier Pferden in die Stallungen nach Urspring, die die Schule eigens für mich gebaut hatte um.
Mit der Schule besteht auch eine Kooperation und es finden mehrere AGs in der Woche bei den Tieren statt.

Um die Nachfragen kompetent ausführen zu können, begann ich 2017 eine Weiterbildung zur tiergestützten Traumapädagogin und Reittherapeutin, welche ich im Februar 2018 abgeschlossen habe.

 

2010 rief mich Susanne Oppelz an und bot mir ihre Stute zum Kauf an. Eigentlich wollte ich kein Pferd kaufen, da ich mit meiner großen Tochter Theresa schwanger war. Zum Glück haben wir uns für einen „kurzen“ Besuch entschieden.
Fiona ist nach wie vor die Leitstute meiner Herde. Der Kontakt war immer da und nun habe ich durch die Begegnung mit Susanne eine wunderbare Ergänzung meines Angebots gewonnen. Seit 2016 unterrichtet sie meine fortgeschrittenen Schüler.

 

2012 lernte ich Brid kennen. Sie übernahm eine Reitbeteiligung in meinem Stall und schnell war klar, dass sie mehr kann, als nur reiten.
Brid unterstütze mich nach der Geburt meines Sohnes Johannes 2014 bei den Kinder-Reitstunden und half mir ein wenig aus. Schnell war mir klar, dass sie ein tolles Händchen für die Kinder hat und wunderbar und geduldig vermitteln kann. 2016 übernahm Brid Stunden mit Kindern unter meiner Regie. Ab dem Schuljahr 2017/2018 hat sie nun eigene Stunden mit Kindern im Grundschulalter an den Wochenenden.
Die Kinder und Eltern sind total begeistert von ihr – und ich natürlich auch!

 

Um den Kreis zu schließen, habe ich im Juli 2017 oben genannten Heiner Nickles nach vielen Jahren wieder getroffen und er bot mir seinen letzten Haflinger Amena spontan zum Kauf an, weil er sich zur Ruhe setzen wollte. Dieses Pferd ist nicht nur ein Pferd, sondern eine große Herzensangelegenheit. Sie zog (natürlich) im August zu uns und macht uns komplett.

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